Sozialrecht

Das Sozialrecht ist weitgehend zusammengefasst im Sozialgesetzbuch (SGB), das in 12 Abschnitten (Büchern) wesentliche Bereiche des Sozialrechts regelt. Geregelt werden ganz unterschiedliche Lebenssituationen. In den letzten Jahren wurde viele wesentliche Änderungen durch die Gesetzgebung durchgeführt, die es dem Bürger schwer machen, alles  zu überblicken. Oft ist es unübersichtlich und kompliziert. Viele Probleme treten auf, da es sich in zahlreichen Fällen um existentielle Fragen des Betroffenen handelt.
Das Sozialrecht beinhaltet u.a.
• die Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II)
• Arbeitsförderung, insbesondere Arbeitslosengeld I (SGB III)
• die Krankenversicherung (SGB V)
• Rentenversicherung (SGB VI)
• die Unfallversicherung (SGB VII)
• Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII
• Teilrehabilitation u. Teilhabe behinderter Menschen (SGB IX)
• Soziale Pflegeversicherung (SGB XI)
• Sozialhilfe (SGB XII)

Zum Sozialrecht gehören weitere Bereiche wie beispielsweise
• Bafög
• Elterngeld
• Kindergeld
• Wohngeld

Sozialversicherungsrecht in Unternehmen:
• Betriebsprüfung
• Versicherungspflicht
• Statusfeststellung

Schwerbehindertenrecht

Heimrecht

Rehabilitationsrecht
• medizinische Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung
• in der gesetzlichen Rentenversicherung
• in der gesetzlichen Unfallversicherung
• geriatrische Rehabilitation
• Rehabilitation im Arbeitsleben

Spezielle Fragen von Senioren:
• Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand
• Möglichkeiten der Vorsorge für das Alter
• Finanzierung der Pflege und Fragen des Heimvertrages
• Unterhaltsregress
• Grundsicherung im Alter nach dem SGB XII

Auch das Opferentschädigungsgesetz, das BAföG und das Wohngeld gehören in dieses Tätigkeitsfeld des Rechtsanwaltes.

Das Sozialrecht hat zudem viele Schnittstellen mit dem Familienrecht, dem Erbrecht, dem Arbeitsrecht und dem Steuerrecht.

Beachten Sie bitte: in der Regel greift die Rechtsschutzversicherung erst im Klageverfahren, nur sehr wenige Rechtsschutzversicherungen decken auch die Kosten für ein Widerspruchsverfahren ab. Informieren Sie sich am besten Ihrer Versicherung.

Beratungshilfe wird (bei Vorliegen der Einkommensvoraussetzungen) auch schon für das sozialrechtliche Widerspruchsverfahren gewährt:

BVerfG, v. 11.05.2009 – 1 BvR 1517/08